Vertrauen finden in einer Folgeschwangerschaft nach stiller Geburt
Eine Folgeschwangerschaft nach einer stillen Geburt fühlt sich oft völlig anders an als eine erste Schwangerschaft.
Ein bisschen Freude ist da.
Aber vor allem die größte und überfordernde Angst.
Die Hoffnung wächst – und mit ihr das leise oder manchmal sehr laute Kopfkino.
Viele Frauen beschreiben diese Zeit als eine ständige innere Anspannung. Zwischen:
„Vielleicht wird diesmal alles gut.“
und „Was, wenn wieder etwas passiert?“
Gerade nach einem Schwangerschaftsverlust kann es sich fast unmöglich anfühlen, wieder Vertrauen in den eigenen Körper und eine neue Schwangerschaft zu entwickeln.
Doch es ist möglich: Schritt für Schritt wieder Vertrauen aufzubauen – trotz der Angst.
Genau hier setzt das Buch „Wie finde ich Vertrauen nach einer stillen Geburt?“ von Marion Glück an.
Es begleitet Frauen einfühlsam durch eine Folgeschwangerschaft nach Verlust und zeigt Wege auf, wie Vertrauen wieder wachsen kann.
Mit stärkenden Mentalübungen, alltagstauglichen Routinen, Ritualen und liebevollen Impulsen unterstützt das Buch Frauen dabei, wieder Halt in sich selbst zu finden.
Eine Buchreihe über Verlust, Trauer und neuen Mut
Das Buch ist der dritte Teil einer Trilogie.
Im ersten Buch „Schwere Entscheidungen leicht treffen“ geht es um eine der schwersten Entscheidungen im Leben: eine Schwangerschaft aufgrund einer medizinischen Indikation abzubrechen.
Im zweiten Buch „Priorität Nr. 1 nach der stillen Geburt“ beschreibt die Autorin ihre persönliche Reise der Trauerbewältigung – eine Mischung aus Ratgeber und autobiografischem Bericht.
Das dritte Buch richtet sich speziell an Frauen, die sich in einer Folgeschwangerschaft nach einer stillen Geburt befinden oder sich innerlich auf eine neue Schwangerschaft vorbereiten.
Für meinen Blog durfte ich der Autorin Marion Glück einige persönliche Fragen stellen – über Vertrauen, Heilung und darüber, was sie sich für betroffene Frauen von Herzen wünscht.
Interview mit Autorin Marion Glück
1. Wie hat es sich für dich angefühlt, dieses Buch zu schreiben – besonders im Vergleich zu den anderen beiden Büchern deiner Trilogie?
Beim ersten Buch war ich wütend auf das Leben, beim zweiten Buch war ich so todtraurig und beim dritten Buch war ich unglaublich fröhlich. Ich wusste ja schon, dass es ein Happy End gibt, denn mein Sohn lag neben mir in seinem Nest und hat gegluckst.
Beim ersten Buch hatte ich den Impuls, dass es drei Bücher werden und dass ich beim letzten Buch ein Happy End haben möchte.
Manchmal schaue ich Noah an und fühle diese tiefe Zufriedenheit. Ich bin mir so unendlich dankbar, dass ich durchgehalten habe und weiß, dass es richtig war, meinen Kinderwunsch nicht aufzugeben.
2. Wenn du die Hauptbotschaft deines Buches in einem einzigen Satz zusammenfassen müsstest – welcher wäre das?
„Vertrauen ist die Entscheidung, die du jeden Morgen neu triffst – und dann gehst du ins Trainingslager.“
3. Was bedeutet „Vertrauen“ für dich persönlich in einer Folgeschwangerschaft?
Vertrauen bedeutet für mich vor allem „sich trauen“.
Sich selbst etwas zutrauen, sich stärken und Hilfe annehmen. Aber auch nicht wegrennen, wenn die Angst vor der Tür steht – und täglich zu trainieren, um dieses Vertrauen aufzubauen.
Ich weiß, dass Vertrauen in einer Folgeschwangerschaft nach Verlust alles andere als „easy going“ ist. Es ist wahrscheinlich das härteste Mentaltraining, das ich mir vorstellen kann.
4. Was würdest du deinem eigenen Ich nach deiner stillen Geburt heute sagen – mit dem Wissen, das du jetzt hast?
In dem Moment direkt danach, wenn du nicht aus dem Bett kommst, wenn du auf den großen Haufen Taschentücher voller Tränen blickst, alles hoffnungslos erscheint und dir das Leben so vorkommt, als wäre es niemals wieder lebenswert, halte dich an diesem Gedanken fest:
Das Leben kann wieder schön werden.
Du kannst wieder glücklich sein.
Es reicht, wenn es dir nur ein wenig gelingt, den kleinen Funken Hoffnung in dir weiterzutragen und ihn zu nähren.
Vertrauen lernen in einer Folgeschwangerschaft
Ich hatte die Ehre, ein Gastkapitel zu diesem Buch beizusteuern:
„Vertrauen lernen, während das Leben in dir wächst“.
Darin stelle ich verschiedene Ansätze vor, die mir selbst und auch vielen meiner Klientinnen geholfen haben, eine Folgeschwangerschaft nach stiller Geburt wieder mit mehr Vertrauen und Zuversicht zu erleben.
Denn Vertrauen bedeutet nicht, dass keine Angst mehr da ist.
Vertrauen bedeutet, einen neuen Umgang mit der Angst zu finden.
Unterstützung auf dem Weg zurück ins Vertrauen
Vielleicht hast du dich in manchen Gedanken wiedergefunden.
Vielleicht kennst du diese Mischung aus:
Sehnsucht nach einem Baby
Angst vor einer erneuten Schwangerschaft
dem Gedankenkarussell im Kopf
und dem Wunsch, endlich wieder vertrauen zu können.
Ein Buch kann ein wertvoller Begleiter sein.
Es kann Impulse geben, stärken und Mut machen.
Und manchmal braucht es zusätzlich einen geschützten Raum, in dem alles da sein darf:
die Zweifel
die Trigger
die Angst vor Kontrollterminen
oder die Unsicherheit gegenüber dem eigenen Körper.
In meiner Begleitung unterstütze ich Frauen und Paare genau auf diesem Weg:
Zurück ins Vertrauen.
Zurück in die Verbindung mit sich selbst.
Und Schritt für Schritt hinein in eine Schwangerschaft, die nicht von Angst dominiert wird, sondern von innerer Stabilität und Zuversicht getragen ist.
Wenn du dir Unterstützung auf diesem Weg wünschst, melde dich gerne bei mir.